Vorderkammerlinse

Die Vorderkammerlinse wird zusätzlich zur körpereigenen Linse in das Auge eingesetzt. Sie eignet sich besonders für stark kurzsichtige Patienten und bietet eine Alternative zu Brille und Kontaktlinsen, wenn eine LASIK oder andere laserchirurgische Verfahren nicht anwendbar sind. Die Linse wird durch einen winzigen Schnitt am Rand der Hornhaut in die Vorderkammer zwischen Iris und Hornhaut implantiert und mit speziellen Häkchen an der Iris befestigt. Die Vorderkammerlinse lässt sich jederzeit wieder gut entfernen oder austauschen.

Die ARTISAN – Vorderkammerlinse

Die verwendete Kunstlinse (ARTISAN®) wurde seit 1978 bei über 300.000 Kataraktpatienten als Ersatz für die natürliche Linse implantiert.
 
1986 wurde die ARTISAN®-Linse erstmals bei einem Patienten mit hoher Myopie zusätzlich zur gesunden natürlichen Linse eingesetzt.
 
Die heute verwendete ARTISAN®-Linse wurde technisch weiterentwickelt und 1991 erstmals implantiert. Sie besteht aus einem Plexiglasmaterial, das seit über 50 Jahren in der Augenchirurgie verwendet wird und sich als besonders sicher und verträglich erwiesen hat. Sie hat einen Durchmesser von 8,5 mm, eine Dicke von ca. 1 mm und wiegt nur ca. 10 mg. Mit der Linse können Myopien von -3 bis -23,5 dpt. und Hyperopien von +1 bis +12 dpt. korrigiert werden. Gleichzeitig ist auch der Ausgleich von Stabsichtigkeit (Astigmatismus) möglich.

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