Korrektur von Fehlsichtigkeiten
Korrektur durch Kontaktlinsen und Brille
Am weitesten verbreitet ist die Korrektur von Fehlsichtigkeiten durch
eine Brille. Weiche oder harte Kontaktlinsen bieten ebenfalls eine gute
Möglichkeit Fehlsichtigkeiten zu korrigieren und werden auch von den
meisten Menschen vertragen. Allerdings kann es bei weichen
Kontaktlinsen, vor allem bei mangelhafter Pflege der Kontaktlinsen, in
einigen Fällen zu Hornhautentzündungen kommen oder bei zu langer
Tragezeit zu einem Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornhaut. Einige
Patienten entwickeln auch nach jahrelanger Tragezeit Allergien auf
Kontaktlinsenpflegemittel oder leiden unter einem trockenen Auge, so
dass die Kontaktlinsen nicht länger getragen werden können.
Brillenpass: Welche Fehlsichtigkeit liegt bei mir vor?
Neben verschiedenen persönlichen Angaben (Art der Brillengläser und der
Brillenfassung) werden die Messwerte beider Augen im Brillenpass
aufgeführt.
Erklärungen der Abkürzungen:
| R |
Werte für das rechte Auge |
| L |
Werte für das linke Auge |
| Sph (Sphäre) |
Gibt
Ihre Dioptrien-Werte an. Kurzsichtigkeit wird in negativen Werten
angegeben, z.B. -5,75 dpt. kurzsichtig - Weitsichtigkeit in positiven
Werten, z.B. +3,5 dpt. weitsichtig. |
| Zyl (Zylinder) |
Gibt
den Wert Ihrer Hornhautverkrümmung in Dioptrien an, z.B. 1,5 dpt.
Hornhautverkrümmung. Positives oder negatives Vorzeichen spielt hier
keine Rolle. |
| Ach (Achse) |
Gibt
die Achslage Ihrer Hornhautverkrümmung in Winkelgraden an. Bei unserem
Beispiel hat die Hornhautverkrümmung auf dem rechten Auge eine Richtung
von 120°. |
| Add (Addition) |
Zeigt
den Wert der Alterssichtigkeit, sobald diese eintritt. Der Wert +2 dpt.
wird zur Sphärenkorrektur für die Nähe dazu addiert. |
|
Operative Möglichkeiten
Neben der klassischen Korrektur eines Sehfehlers durch Brille oder
Kontaktlinse nutzen in den letzten Jahren immer mehr Menschen die
Möglichkeit eine operative Korrektur vornehmen zu lassen. Bei diesen
Operationstechniken wird die Brechkraft des Auges durch einen Eingriff
verändert (refraktive Chirurgie). Es werden operative
Korrekturmöglichkeiten im Bereich der Hornhaut und der Linse
unterschieden.
Seit
1983 wird als oberflächliche Hornhautbehandlung die Photorefraktive
Keratektomie (PRK) mittels eines Excimer-Lasers angewandt, die zur
Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -6 Dioptrien wissenschaftlich
anerkannt ist.
Das modernste Verfahren ist die Laser in situ
Keratomileusis (LASIK) mittels eines Excimer-Lasers. Dieses
Operationsverfahren wird weltweit seit 1990 eingesetzt und ist zur
Korrektur der Kurzsichtigkeit (Myopie) bis -8 Dioptrien und zur
Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis +/-3 Dioptrien
seit 1999 wissenschaftlich anerkannt. Die Einstufung der LASIK als
"wissenschaftlich anerkannt" erfolgte gemeinsam durch die Deutsche
Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und den Berufsverband der
Augenärzte Deutschlands (BVA).
Bei hohen Fehlsichtigkeiten oder zu
dünner Hornhaut können die Brechkraftfehler mittels LASIK nicht mehr
korrigiert werden. Als Alternative gibt es je nach Alter und Befund die
Möglichkeit:
- eine zusätzliche Linse (phake Linsenimplantation) einzusetzen
- oder
die eigene Linse im Rahmen einer vorgezogenen grauen Star Operation
(refraktiver Linsenaustausch = RLA) durch eine Hinterkammerlinse zu
ersetzen. In letzter Zeit bietet sich bei dieser Operationsform die
Möglichkeit zur Einpflanzung einer sogenannten Multifokallinse - die
Gleitsichtbrille im Auge
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Kontakt
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Charlottenstraße 60
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